Lachen am Arbeitsplatz: Was Digitalisierung kostet
17.10.2026
Kinder lachen 400-mal am Tag, Erwachsene nur 20-mal. Diese Differenz ist kein Zufall – sie ist der Preis, den digitalisierte Arbeitswelten verlangen.
Laut DGB-Index Gute Arbeit 2022 berichten rund 40 Prozent der Beschäftigten über eine steigende Belastung durch die Digitalisierung. Die DAK-Gesundheit verzeichnete 2024 mit 183 Fehltagen je 100 Beschäftigte durch Depressionen einen Höchstwert. Das IAB-Forum spricht von Technostress: psychische Belastung durch permanente digitale Anforderungen, beschleunigte Kommunikation und komplexe Informations- und Kommunikationstechnologien.
Lachen verdoppelt die Produktivität nach Stress
Dr. David Cheng von der Australian National University wies nach, dass Humor nach Stress die Produktivität verdoppelt und das psychische Wohlergehen stärkt. Während 40 Prozent der deutschen Unternehmen bereits KI einsetzen und 27 Prozent in den nächsten fünf Jahren Stellenabbau erwarten, bleibt die Fähigkeit zu echter menschlicher Interaktion unersetzbar.

Emotionale Intelligenz steigt um 95 Prozent in der Nachfrage
Laut Cornerstone Skills Economy Report 2026 ist emotionale Intelligenz seit 2023 um 95 Prozent in der Nachfrage gestiegen – sie gilt als der KI-sicherste Teil menschlicher Kompetenz. Jutta Rump vom Institut für Beschäftigung und Employability formuliert es klar: Der Mensch lässt sich nicht auf Logik reduzieren.
In über 1000 Projekten sehe ich immer wieder: Unternehmen digitalisieren Prozesse, aber vergessen, was Teams zusammenhält. Das gemeinsame Lachen, die echte Verbindung, das Gefühl, gesehen zu werden.
Was das für den Mittelstand bedeutet
Digitalisierung erhöht Effizienz. Doch ohne menschliche Nähe, Humor und emotionale Intelligenz führt sie zur Sinnkrise. Unternehmen, die nur auf Technik setzen, verlieren genau das, was ihre besten Leute hält.
Ich beschreibe in Digitale Führung: 7 essenzielle Strategien für Manager im Mittelstand 2026, wie Führungskräfte digitale Transformation gestalten, ohne die menschliche Seite zu verlieren. Dort steht, welche Kompetenzen Ihre Teams wirklich brauchen – und wie Sie sie aufbauen.
Wo in Ihrer Organisation bleibt noch Raum für echtes Lachen – und wer hat am Ende wirklich gewonnen?
Quellen
- DGB-Index Gute Arbeit 2022: Digitalisierung,
https://publik.verdi.de/ausgabe-202502/technostress-ist-eine-psychische-arbeitsbelastung/ - DAK-Gesundheit: Psychreport 2025, Hamburg, 2025,
https://www.dak.de/presse/bundesthemen/umfragen-studien/psychische-erkrankungen-in-der-arbeitswelt-2024-verursachten-depressionen-erneut-die-meisten-fehltage_131626 - IAB-Forum: Digitalisierung der Arbeitswelt – Fluch und Segen zugleich, 2026,
https://iab-forum.de/digitalisierung-der-arbeitswelt-fluch-und-segen-zugleich/ - Tagesschau: Wie KI und Digitalisierung die Arbeitswelt verändern, Oktober 2025,
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/technologie/ki-am-arbeitsplatz-100.html - Bundesagentur für Arbeit: Digitalisierung – Arbeitswelt im Wandel, 2026,
https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/bba/digitalisierung/arbeitsweltimwandel - Cornerstone Skills Economy Report 2026: Emotionale Intelligenz,
https://www.profiling-institut.de/soft-skills/emotionale-intelligenz/ - Quarks: Was wäre, wenn KI uns die Arbeit abnimmt, Januar 2026,
https://www.quarks.de/technik/digitalisierung/ki-arbeit-mal-angenommen/ - Studie Dr. David Cheng, Australian National University: Laughter Is (Powerful) Medicine, veröffentlicht in Business and Psychology,
https://idw-online.de/-Cr.NAA
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