UMSETZEN LERNEN MIT PROF. DR. GERALD LEMBKE

Praxis-know-how für digitale Medienprojekte in Unternehmen

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2,4 Millionen Erwerbstätige brauchen digitale Lernfähigkeit

03.11.2026

Über 2,4 Millionen Erwerbstätige müssen in den kommenden fünf Jahren befähigt werden, digital zu lernen. Diese Zahl stammt aus der aktuellen Future-Skills-Studie von Stifterverband und McKinsey.

Das ist keine Prognose für irgendwann. Das ist die Rechnung für die nächsten fünf Jahre. Und sie zeigt: Die größte Kompetenzlücke liegt nicht bei den KI-Tools selbst, sondern bei der Fähigkeit, sich selbst neues Wissen anzueignen – und zwar digital.

Die Zahlen zeigen: Deutschland stagniert bei digitaler Basiskompetenz

Nur 49 Prozent der Menschen in Deutschland verfügen über digitale Basiskompetenzen, stellt der D21-Digital-Index 2024/2025 fest. Dieser Wert stagniert seit zwei Jahren. Dabei benötigen bereits heute 63 Prozent der Erwerbstätigen digitale Kompetenzen in ihrem Beruf, unabhängig von Branche und Tätigkeit.

79 Prozent der Unternehmen fehlen praktische KI-Kompetenzen
Abbildung 1: 79 Prozent der Unternehmen fehlen praktische KI-Kompetenzen – Quelle: Stifterverband und McKinsey, Bitkom, Initiative D21, Future Skills, Digital Office Index, D21-Digital-Index, 2024/2025. Mehrere Studien, Unternehmen und Bevölkerung Deutschland

79 Prozent der Unternehmen fehlen laut Stifterverband und McKinsey die praktischen KI-Kompetenzen bei den Mitarbeitenden. Der größte Weiterbildungsbedarf besteht beim digitalen Lernen: der Fähigkeit, sich selbst immer wieder Wissen anzueignen, insbesondere durch die Nutzung digitaler Medien.

93 Prozent rechnen mit grundlegender Veränderung bis 2030

93 Prozent der deutschen Unternehmen rechnen damit, dass KI und digitale Technologien ihre Geschäftsmodelle bis 2030 grundlegend verändern werden, so der Future of Jobs Report 2025 des Weltwirtschaftsforums. Gleichzeitig fehlen 60 Prozent der Unternehmen Mitarbeiter mit den erforderlichen digitalen Kompetenzen, wie der Digital Office Index 2024 zeigt.

Die Kompetenzlücke in Zahlen
Abbildung 2: Die Kompetenzlücke in Zahlen – Quelle: Stifterverband und McKinsey, Weltwirtschaftsforum, Future Skills, Future of Jobs Report, 2025. Deutschland, fünf Jahre

Das ist der Kern des Problems: Unternehmen wissen, was kommt. Sie sehen die Transformation. Aber sie haben nicht die Menschen, die sie tragen können.

Was das für den Mittelstand bedeutet

Digitale Medienkompetenz ist keine Zukunftsvision mehr, sondern eine unmittelbare Personalfrage. Wer jetzt nicht in die Lernfähigkeit seiner Belegschaft investiert, wird die KI-getriebene Transformation nicht bewältigen können.

Ich sehe das in Projekten immer wieder: Die Lizenz ist gekauft, das Tool steht. Aber niemand weiß, wie man sich die nächste Funktion selbst beibringt. Genau dort entscheidet sich, ob ein Unternehmen in fünf Jahren noch wettbewerbsfähig ist.

In Warum digitale Kompetenzen Unternehmen wichtig sind habe ich beschrieben, wie digital kompetente Mitarbeiter die Fähigkeit haben, sich schnell an neue digitale Umgebungen anzupassen und neue Tools effektiv zu nutzen.

Wie schnell können Ihre Teams sich neues digitales Wissen selbst aneignen?

Quellen

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