Warum digitale Projekte analog entschieden werden
25.10.2026
▶ Das Nachrichtenvideo ansehen
Zwei Stunden vor einem Flipchart. Kein Dashboard, keine Präsentation. Am Ende stand die Antwort auf die Frage, die kein Tool beantworten kann: Wer trägt die Verantwortung, wenn die KI einen Fehler macht?
Ich sehe das in über tausend Projekten immer wieder. Die Lizenz ist in zehn Minuten gekauft. Die Frage, wer im Zweifel entscheidet, kostet zwei Stunden. Und genau diese zwei Stunden machen den Unterschied zwischen einem Tool, das rumsteht, und einem Projekt, das trägt.
Die Technik ist geklärt, bevor das Gespräch anfängt
Die technische Lösung war in diesem Fall schnell durch. Welches System, welche Schnittstelle, welcher Anbieter. Das klären Experten in einer Viertelstunde. Die Frage danach dauert länger: Wer prüft das Ergebnis? Wer greift ein, wenn es schief läuft? Wer sagt dem Kunden, dass die KI falsch lag?
Das ist keine IT-Frage. Das ist eine Führungsfrage.
Kultur entsteht im Gespräch, nicht im Server
Digitale Transformation braucht analoge Führung. Die Tools kommen von selbst. Die Kultur müssen Sie bauen. Ich habe in den letzten zwei Jahren keine einzige erfolgreiche KI-Einführung gesehen, die ohne diese Klärung funktioniert hätte.
Die besten Transformationen starten nicht mit der Software. Sie starten mit einem Flipchart, drei Stiften und der Frage: Wer übernimmt hier was?
Im Nachrichtenvideo zeige ich, warum diese zwei Stunden mehr zählen als jede Roadmap. Und warum gerade mittelständische Unternehmen hier einen Vorteil haben: Sie können solche Gespräche noch führen, ohne drei Gremien zu fragen.
Quellen
Der Kompetenz-Radar-Newsletter erscheint im Steinbeis Transferzentrum Digitale Medien und Kommunikation. Alle Ausgaben · Zum Kompetenz-Radar · Projektbedarf melden