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So lange suchen Master-Absolventen nach dem ersten Job

16.10.2026

Fünf Monate Jobsuche nach dem Master. 360.000 arbeitslose Akademiker im Januar 2026. Die Zahl der unter 30-Jährigen mit Uni-Abschluss ohne Job hat sich seit 2022 nahezu verdoppelt.

Das Bildungsversprechen bröckelt. Drei von vier Unternehmen beklagen Nachwuchsmangel, aber nicht einmal jede zweite Firma bietet einen Einstiegsweg an. Stepstone meldet: 76 Prozent der Studierenden blicken vor dem Abschluss optimistisch auf ihre Karriere. Sobald sie auf Jobsuche gehen, kippt die Stimmung. 56 Prozent empfinden den Einstieg als schwierig.

Der Stellenmarkt für Einsteiger ist eingebrochen

Das Indeed Hiring Lab zeigt: Die Zahl der Stellenanzeigen für Berufseinsteiger ist seit Juli 2022 um zwei Drittel eingebrochen. Selbst MINT-Absolventen aus Informatik und Ingenieurwesen haben große Schwierigkeiten. Im dritten Quartal 2025 waren durchschnittlich 57.519 Personen in Ingenieur- oder Informatikberufen auf Jobsuche – ein Anstieg von 17,6 Prozent.

Zwei Drittel weniger Stellen für Berufseinsteiger seit 2022
Abbildung 1: Zwei Drittel weniger Stellen für Berufseinsteiger seit 2022 – Quelle: Indeed Hiring Lab, Stellenmarkt Berufseinsteiger, 2026. Stellenanzeigen für Berufseinsteiger in Deutschland

Die Bundesagentur für Arbeit bestätigt: 360.000 Akademiker waren im Januar 2026 arbeitslos. Die Zahl der arbeitslosen Akademiker unter 30 Jahren hat sich seit 2022 nahezu verdoppelt.

Praxiserfahrung schlägt den Abschluss

41 Prozent der Befragten sagen laut Stepstone: Ein Praktikum oder eine Werkstudententätigkeit hat ihnen entscheidend geholfen. Für 34 Prozent war das sogar das direkte Ticket zur Festanstellung. Praxiserfahrung während des Studiums ist der Türöffner Nummer eins.

Praktika und Werkstudententätigkeit sind die wichtigsten Türöffner
Abbildung 2: Praktika und Werkstudententätigkeit sind die wichtigsten Türöffner – Quelle: Stepstone & Studydrive, Studie Entry Level Jobs, 2025. Befragung November 2025

Das Problem: Die wenigsten Unternehmen öffnen überhaupt die Tür. Sie fordern Berufserfahrung, bieten aber keine Einstiegswege. Das produziert den eigenen Fachkräftemangel.

Was das für die Praxis bedeutet

Ich habe das in meiner Studienrichtung Digitale Medien an der DHBW immer wieder gesehen: Studierende, die früh Projekte umsetzen, als Werkstudenten arbeiten und Netzwerke knüpfen, verschaffen sich messbare Vorteile. Die reine Theorie reicht nicht mehr.

Der Arbeitsmarkt für Akademiker in Zahlen
Abbildung 3: Der Arbeitsmarkt für Akademiker in Zahlen – Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Indeed Hiring Lab, Stepstone, Blickpunkt Arbeitsmarkt Akademiker, Stellenmarkt Berufseinsteiger, Studie Entry Level Jobs, 2026. Verschiedene Quellen, August 2026 bis November 2025

Genau deshalb habe ich das Kompetenz-Radar entwickelt. Nicht nur theoretisch brillieren, sondern praxisfit sein. Wer während des Studiums echte Projekte zeigen kann, hat beim Berufseinstieg einen klaren Vorteil. Die Unternehmen, die heute keine Werkstudenten einstellen und keine Praktika anbieten, werden morgen über fehlenden Nachwuchs klagen.

Ich beschreibe in 6 KI-Kompetenzen als Überlebensstrategie: So werden Unternehmen und Mitarbeiter fit, warum Weiterbildung heute nicht mehr allein Sache der Hochschule ist, sondern Chefsache.

Welche Erfahrung haben Sie gemacht: Ist Praxiserfahrung heute wichtiger als der Abschluss selbst?

Quellen

Der Kompetenz-Radar-Newsletter erscheint im Steinbeis Transferzentrum Digitale Medien und Kommunikation. Alle Ausgaben · Zum Kompetenz-Radar · Projektbedarf melden

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