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7 Millionen Arbeitskräfte fehlen bis 2035 – was das bedeutet

10.10.2026

Bis 2035 fehlen Deutschland sieben Millionen Arbeitskräfte. Diese Zahl des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung zeigt: Der demografische Wandel trifft den Arbeitsmarkt mit voller Wucht.

Drei Entwicklungen treffen gleichzeitig aufeinander. Erstens erreichen 30% aller heutigen Erwerbstätigen bis 2035 das Rentenalter, wie das Statistische Bundesamt berechnet hat. Zweitens verändert Künstliche Intelligenz bereits 40% der deutschen Unternehmen, während laut Deloitte 85% der HR-Verantwortlichen auf flexible, skill-basierte Strukturen setzen wollen. Drittens haben 57% der Young Professionals wenig Interesse an klassischen Führungspositionen.

Arbeit wird individueller – mit messbaren Folgen

Über 30% aller Beschäftigten arbeiten heute in Teilzeit. Gleichzeitig warnt das Institut der deutschen Wirtschaft vor einer verpflichtenden Vier-Tage-Woche. Die Balance zwischen individueller Flexibilität und betrieblicher Notwendigkeit wird zur zentralen Führungsaufgabe.

Über 85% der HR-Verantwortlichen setzen auf skill-basierte Strukturen
Abbildung 1: Über 85% der HR-Verantwortlichen setzen auf skill-basierte Strukturen – Quelle: Deloitte, Skill-based Organization Survey, 2024. HR-Verantwortliche in deutschen Unternehmen

Die Rechnung hat aber noch eine andere Seite. Psychische Erkrankungen haben in zehn Jahren um 47% zugenommen, zeigt der AOK-Fehlzeitenreport 2024. Wer Fachkräfte langfristig binden will, muss in Gesundheitsförderung investieren.

Altersmischung wird zum Normalfall

Unternehmen, die Mitarbeitende bis zum Rentenalter und darüber hinaus binden, verschaffen sich echte Wettbewerbsvorteile. Altersmischung in Teams wird dabei zur Regel, nicht zur Ausnahme. Die Generation X trägt dabei besondere Verantwortung als Vermittler zwischen Babyboomer-Erfahrung und Gen-Z-Ansprüchen, wie ich in Generation X Verantwortung Generation Z: Brücke zur Zukunft beschrieben habe – dort zeige ich an konkreten Beispielen, wie diese Brückenfunktion in der Praxis gelingt.

Die Zahlen zur Zukunft der Arbeit auf einen Blick
Abbildung 2: Die Zahlen zur Zukunft der Arbeit auf einen Blick – Quelle: IAB, Statistisches Bundesamt, AOK, Verschiedene Studien 2024-2026, 2024. Deutsche Arbeitswelt

KI schafft neue Anforderungen – nicht nur technische

Künstliche Intelligenz verändert nicht nur Prozesse. Sie verschiebt vor allem die Anforderungen an Menschen: emotionale Intelligenz, kritisches Denken und Problemlösungsfähigkeit rücken in den Vordergrund. In KI Zukunft Arbeit: 7 entscheidende Strategien für Manager im Mittelstand 2026 zeige ich, welche konkreten Kompetenzen Manager jetzt aufbauen müssen.

Die Konsequenz: Führung muss Brücken bauen zwischen Generationen, Arbeitsmodellen und Technologien. Wer heute in Weiterbildung, Gesundheit und flexible Strukturen investiert, sichert morgen nicht nur Fachkräfte, sondern auch Innovationskraft.

Prüfen Sie in Ihrer Organisation: Wie viele Mitarbeitende erreichen in den nächsten fünf Jahren das Rentenalter? Und wie viele davon würden bei passendem Angebot länger bleiben?

Quellen

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