UMSETZEN LERNEN MIT PROF. DR. GERALD LEMBKE

Praxis-know-how für digitale Medienprojekte in Unternehmen

← Alle Ausgaben im Archiv

Macht KI Menschen überflüssig oder denkfähiger?

02.11.2026

Nachrichtenvideo ansehen

▶ Das Nachrichtenvideo ansehen

Was passiert mit Arbeit, wenn Maschinen immer mehr können? Der Ingenieur Venkatesh Rao gibt eine Antwort, die viele überraschen dürfte: KI macht Menschen nicht überflüssig. Sie steigert die Nachfrage nach Denken.

Fünfzig Tage mehr für Tee und Zucker

Rao vergleicht die heutige Situation mit dem frühen Kapitalismus. Damals arbeiteten Menschen freiwillig fünfzig Tage mehr im Jahr, um sich Luxusgüter wie Tee oder Zucker leisten zu können. Die Nachfrage nach Konsum trieb die Arbeitszeit nach oben. Heute könnte etwas Ähnliches passieren, nur anders: KI macht Projekte möglich, die bisher zu schwer oder zu teuer waren. Wer sie nutzt, kann mehr denken, weil die Maschine Routinearbeit übernimmt. Die Nachfrage nach Ideen, nach Urteilsvermögen, nach Entscheidungen wächst dann.

Wer verliert, wer gewinnt

Ich sehe das in meiner Beratungspraxis genau so. Führungskräfte behandeln Intelligenz oft wie ein knappes Gut: nur die oberen Etagen dürfen entscheiden, nur die IT-Abteilung darf Zugang zu neuen Werkzeugen verwalten. Das ist der Weg in die Bedeutungslosigkeit. Wer gewinnt, verteilt Zugang und befähigt Teams, KI als Werkzeug zu nutzen. Das ist eine Führungsfrage, keine Technologiefrage.

Im Nachrichtenvideo ordne ich ein, was das für den Mittelstand bedeutet: Wer Denken fördert, gewinnt. Wer es rationiert, verliert.

Der Kompetenz-Radar-Newsletter erscheint im Steinbeis Transferzentrum Digitale Medien und Kommunikation. Alle Ausgaben · Zum Kompetenz-Radar · Projektbedarf melden

Auf dem Laufenden bleiben zum Kompetenz-Radar

Diese Ausgabe direkt weiterempfehlen? Neue Ausgaben gibt es unregelmäßig per Mail – ohne Werbung von Dritten, jederzeit mit einem Klick abbestellbar.

Pflichtfelder mit *.