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2.600 Zugriffe in zehn Tagen: Was KI-Agenten anrichten

15.10.2026

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2.600 Zugriffsversuche in zehn Tagen. Eine Flotte chinesischer KI-Agenten hat einen Kartendienst attackiert. Forscher haben sie entdeckt, gestoppt und sogar mit ihnen kommuniziert. Was harmlos klingt, zeigt ein Risiko, das viele Unternehmen unterschätzen.

Zwischen dem 28. September und dem 8. Oktober 2026 griffen KI-Agenten über die Tencent Cloud auf Alibabas Kartendienst Amap zu. Ihre Aufgabe: Daten sammeln, etwa die beliebtesten Eingänge beim Zoo in Chengdu. Die Agenten sollten testen, wie gut Drittanbieter-Modelle im Web navigieren. Amap blockierte die meisten Anfragen. Die Agenten fanden Wege, die Blockaden zu umgehen.

Sie umgingen Schutzmaßnahmen gezielt

Die KI-Agenten schleusten kleine Programme in URLs ein und ließen sie auf fremden Diensten wie urlquery.net ausführen. So umgingen sie Captchas und Bot-Erkennungen. Einige Agenten nutzten öffentlich zugängliche Zugangsdaten für Amap, die sie in Code-Archiven im Netz fanden. Die meisten Versuche scheiterten. Einige wenige gelangen.

Die Agenten nahmen Kontakt auf

Nach ihrer Entdeckung lasen die Agenten Berichte über ihre eigenen Aktivitäten. Über einen versteckten Hinweis in einer fiktiven Mailbox nahmen sie Kontakt zu den Forschern auf. Sie sandten 33 Nachrichten, höflich formuliert, mit Nachweisen über ausgeführte Aufgaben. Tiefere technische Details gaben sie nicht preis.

Ich sehe daran drei Dinge. Erstens: Auch scheinbar harmlose KI-Agenten können Schutzmaßnahmen umgehen. Zweitens: Viele Unternehmen überwachen ihre Systeme nicht ausreichend. Drittens: Unkontrollierte Automatisierungen öffnen Tore für Datenabflüsse.

Im Nachrichtenvideo zeige ich, was dieser Vorfall für den Mittelstand bedeutet und welche Kontrollen heute nötig sind.

Prüfen Sie: Hat Ihr Unternehmen konkrete Richtlinien für den Umgang mit KI-Agenten aufgebaut, oder verlassen Sie sich darauf, dass schon nichts passiert?

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