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Warum 72 Prozent der KI-Projekte scheitern – und was die anderen anders machen

25.09.2026

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Warum 72 % der KI-Projekte scheitern – und was die erfolgreichen 28 % anders machen

Warum 72 Prozent der KI-Projekte scheitern – und was die anderen anders machen

72 Prozent der KI-Projekte scheitern oder liefern nicht den versprochenen Wert. Das hat Gartner im April 2026 in einer Umfrage unter 782 IT-Führungskräften gemessen.

Das Problem ist nicht die KI-Technologie. Es sind Datenqualität und fehlende Governance. Das ist ernüchternd, aber auch eine gute Nachricht: Diese Probleme sind lösbar.

Die Zahlen zeigen ein klares Muster

Camunda dokumentiert im September 2026: 72 Prozent der Unternehmen berichten von gescheiterten KI-Projekten aufgrund prozessbezogener Herausforderungen. Die durchschnittlichen Kosten pro Fehlschlag: 1,33 Millionen Euro.

Die meisten KI-Projekte scheitern an Prozessen, nicht an Technik
Abbildung 1: Die meisten KI-Projekte scheitern an Prozessen, nicht an Technik – Quelle: Camunda, Gartner, The AI Process Gap Report, IT-Führungskräfte-Umfrage, 2026. Camunda: Unternehmen mit gescheiterten KI-Projekten; Gartner: n = 782 IT-Führungskräfte

Das MIT hat über 300 KI-Initiativen ausgewertet. Nur 5 Prozent der Pilotprojekte schaffen den Sprung in die Produktion und liefern messbaren Geschäftswert. Die RAND Corporation kommt auf über 80 Prozent Ausfallrate bei Enterprise-KI-Projekten. Doppelt so hoch wie bei klassischen IT-Projekten.

Deutschland digitalisiert sich in ungewöhnlichem Tempo

Bitkom meldet für Februar 2026: 41 Prozent der deutschen Unternehmen nutzen KI aktiv. Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor waren es noch 17 Prozent. Die KI-Adoption hat sich mehr als verdoppelt.

KI-Nutzung in Deutschland hat sich in einem Jahr mehr als verdoppelt
Abbildung 2: KI-Nutzung in Deutschland hat sich in einem Jahr mehr als verdoppelt – Quelle: Bitkom, Künstliche Intelligenz in Deutschland, 2026. Deutsche Unternehmen

Gleichzeitig zeigt die Gartner-Studie: Die Qualität hält nicht mit. Viele Unternehmen setzen KI-Tools ein, ohne die Grundlage zu schaffen. Der Abstand zwischen denen, die es richtig machen, und denen, die scheitern, wächst.

Woran scheitern die Projekte konkret?

Gartner nennt als Hauptgrund mangelnde Datenqualität: inkonsistente Formate, Lücken in den Stammdaten, fehlende Historie. 60 Prozent der KI-Projekte werden bis Ende 2026 ohne ausreichende Datenbasis abgebrochen.

Die Erfolgslücke bei KI-Projekten in Zahlen
Abbildung 3: Die Erfolgslücke bei KI-Projekten in Zahlen – Quelle: Gartner, Camunda, MIT, Bitkom, Verschiedene Studien 2026, 2026. IT-Führungskräfte, Unternehmen, KI-Projekte

57 Prozent der Unternehmen schätzen ihre Daten als nicht KI-bereit ein. Schlechte Datenqualität ist der häufigste Grund für ungenaue KI-Ergebnisse.

Camunda zeigt: 82 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass KI-Initiativen ohne vorheriges Prozess-Re-Design scheitern werden. Viele Unternehmen versuchen, KI auf bestehende Prozesse zu übertragen, die vor der KI-Ära entwickelt wurden.

Was machen die erfolgreichen 28 Prozent anders?

Sie starten mit einem Datenaudit. Vor dem KI-Projekt prüfen sie drei Fragen: Welche Daten brauchen wir? Sind sie vollständig? Sind sie zugänglich?

Sie wählen den Use-Case mit der saubersten Datenbasis. Nicht das größte Problem wird zuerst angegangen, sondern das mit den besten Daten.

Sie legen eine Governance-Struktur fest. Ohne klare Verantwortung für Datenqualität wiederholt sich das Problem bei jedem Projekt.

Sie bauen KI-Kompetenz auf, nicht nur Tools. Laut Bitkom nennen 53 Prozent der Unternehmen fehlende KI-Kompetenz im Team als größte Hürde.

Was das für den Mittelstand bedeutet

Der größte KI-Fehler im Mittelstand ist nicht, zu spät zu starten. Es ist, ohne strategisches Fundament zu starten.

Daten, Governance, Kompetenz: Das sind die drei Hausaufgaben. Wer sie macht, kommt in 8 bis 12 Wochen zu ersten Ergebnissen. Wer sie ignoriert, scheitert nach 9 bis 14 Monaten und fängt von vorne an.

Ich habe in KI-Potenziale im Mittelstand erkennen: Chancen, Anwendungsbereiche und ROI beschrieben, wie mittelständische Unternehmen konkrete Anwendungsfälle identifizieren und bewerten können. Die Frage ist nicht, ob KI funktioniert. Die Frage ist, ob Ihre Organisation bereit dafür ist.

Quellen

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